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                                              Sehenswertes in Ägypten

                                                               Alexandria

Bibliotheca Alexandrina

Ihr Vorbild fiel 49 v. Chr. den Flammen zum Opfer. Die Architektur des Neubaus, eine angekippte Scheibe mit 160 m Durchmesser, ist sehenswert, ebenso die Sammlungen alter Manuskripte und historischer Alexandria-Fotos. Al-Shatby, Mi-Mo 11-19, Fr ab 15 Uhr, www.bibalex.org, Eintritt 10 £E

Fort Qait Bey

Ursprünglich stand an der Stelle der berühmte Pharos-Leuchtturm, der im 14. Jh. infolge eines Erdbebens zusammenstürzte. Der Festungsbau aus dem 15. Jh. beherbergt heute ein Marinemuseum (Eintritt 10 £E). Im Osthafen, Sa-Do 9-14, Fr 9 bis 11.30 Uhr, Eintritt 6 £E

Moschee Abu Al-Abbas Al-Mursi

Der jetzige Bau ersetzte 1943 den vorhergehenden und ist Alexandrias schönste Moschee. Südlich des Forts Qait Bey an der Corniche

Römisches Theater

1964 wurde das Amphitheater freigelegt, es bot 800 Zuschauern Platz. Jüngst entdeckt: Bodenmosaike mit Vogelmotiven in der Villa of the Birds. Kom Al-Dikka, Sharia Yussif, tgl. 9-17 Uhr, Eintritt 10 £E, Villa of the Birds 5 £E zusätzlich. In Ägyptens einzigem Amphitheater finden auch Freiluftkonzerte klassischer Musik statt

                                                               Siwa

Aghurmi

Vor 2500 Jahren wurde die antike Hauptstadt der Oase erbaut. Inmitten ihrer Ruinen befindet sich das legendäre Amun-Heiligtum, berühmt wegen seines sagenumwobenen Orakels. Schöner Ausblick über die ganze Oase. 3 km östlich von Siwa Town

Sonnenquelle

Auch Kleopatra-Bad genannt, weil hier angeblich schon die Königin gebadet haben soll. 4 km südöstlich von Siwa Town

                                                               Kairo

Basar Khan El-Khalili

Das weltberühmte Viertel westlich des Midan El-Hussein ist gewissermaßen die Mutter aller Basare, ein unüberschaubares Gewirr an verwinkelten Straßen und Gassen, mit Hunderten von Läden, Werkstätten und Kaffeehäusern. Der Blick in die Seitengassen und Hinterhöfe abseits der Touristenpfade lohnt auf jeden Fall. Im Areal am Hussein-Hotel und in der Gasse Sikket Al-Badestan haben sich die Händler auf orientalische Souvenirs spezialisiert. Um die Hussein-Moschee herum werden Gebetsteppiche und -ketten, islamischer Wandschmuck und Koranausgaben verkauft. Die Sharia Al-Mu'izz Li-Din Allah östlich der Sharia El-Muski gehört den Messing-, Kupfer-, Gold- und Silberschmieden.

Börsenviertel

Vor 60 bis 100 Jahren entwarfen italienische und französische Architekten jenes Kairo, das ihm den Beinamen Paris am Nil einbrachte. Viele Häuser verfielen, das Börsenviertel aber mit seinen eleganten, arabisch beeinflussten Art-déco-Gebäuden östlich des Midan Talaat Harb wurde jüngst saniert und zur sehenswerten Fußgängerzone erklärt. Zwischen Sharia Qasr Al-Nil und Sharia Sabry Abu Alam, Downtown

Cairo Tower

Wenn Kairos Dunstglocke aufreißt, was eher selten geschieht, können Sie von der Aussichtsplattform des 187 m hohen Bauwerks sogar die Pyramiden sehen. Café und Restaurant sind mittelmäßig. Hadiqat Al-Zuhriyya, auf der Insel Al-Gezirah im Stadtzentrum, tgl. 9-23 Uhr, Eintritt 30 £E, Eintritt Café 60 £E

Islamische Altstadt

Zwischen den Stadttoren Bab Al-Futuh und Bab Zuweila erstreckt sich auf 1,5 km Länge die Sharia Al-Mu'izz Li-Din Allah, die Hauptachse der Altstadt. Marktweiber, Mofas, Milchreishändler, Moscheen und Madrassen, an jeder Ecke ein Weltkulturerbe - all das existiert hier im Überfluss. Es ist ein quirliger Kosmos, den Literaturnobelpreisträger Nagib Machfus in seiner Kairoer Trilogie verewigte. Direkt am Bab Al-Futuh befindet sich die Moschee Al-Hakim, auch Al-Anuar genannt, die Moschee der Lichter. Sie wurde vom schiitischen Bohra-Orden saniert, inklusive 4000 m koranischer Kalligrafie. Dach und Minarette kann man besteigen und von der Stadtmauer hinunter den Blick auf die Altstadt genießen. 300 m weiter folgt links die Darb El-Asfar, die Gelbe Gasse, jüngst sorgfältig renoviert. Ihr Herzstück ist das ottomanische Herrenhaus Beit Al-Suheimi aus dem 17. Jh. mit romantischen Innenhöfen und über 200 opulent verzierten hölzernen Sichtblenden an den Fenstern, den Mashrabiyyas. Weiter südlich auf der Hauptstraße, vorbei an Wasserpfeifenhändlern, folgt ein dreiseitig frei stehender Minipalast, ein Sabil Kuttab von 1744, unten Brunnenhaus, oben Madrassa, Koranschule. Schräg gegenüber steht der gewaltige Qala'un-Komplex, 1284 erbaut, ihm folgt die Madrassa des Sultans Al-Nasr Mohammed, deren gotisches Portal von einer Kathedrale aus Akko in Palästina stammt. Seine Sanierung wurde von der Stadt Stuttgart gestiftet. Es schließt sich der Basar der Messing- und Goldschmiede an und, nach der Sharia Al-Muski, der Markt der Gewürzhändler. Auf der anderen Seite der Sharia Al-Azhar passieren Sie den Al-Ghuriyya-Komplex, laufen an den letzten beiden Tarbousch-Herstellern ganz Ägyptens vorbei und gelangen nach 300 m zum Bab Zuweila. Hinter dem Tor verbirgt sich die einzige überdachte Marktgasse Kairos, der Basar der Zeltmacher. Eintauchen in den unverfälschten Orient. Weltkulturerbe mit dem Basar Khan Al-Khalili im Zentrum von Kairo, der Besucher in die Märchenwelt aus Tausendundeiner Nacht entführt

Koptisches Viertel

Die Griechen nannten die Siedlung Babylon, die Römer errichteten dort eine Festung und behielten den Namen bei. Heute heißt das Viertel Alt-Kairo oder auf Arabisch Masr Al-Qadimah. Es ist älter als der islamische Stadtkern und wird von orthodoxen Christen, den Kopten, bewohnt. Einige der schönsten und ältesten Kirchen Ägyptens stehen hier, teilweise tief in den Boden eingesunken. Besonders sehenswert ist die Al-Muallaqah, die über 1000 Jahre alte Hängende Kirche mit ihren barock wirkenden Türmen. In der Krypta der frühchristlichen Basilika St. Sergius soll sich die Heilige Familie auf der Flucht nach Ägypten versteckt haben, ebenso wie in der Synagoge Ben Ezra unweit davon. 400 m nördlich des Viertels lohnt die älteste Moschee Ägyptens einen Abstecher, die Amr Ibn Al-'As. Direkt an der Metro-Station Mar Girgis. Einige der schönsten und ältesten Kirchen

Moschee Al-Azhar

Weltweit eine Milliarde sunnitischer Muslime sehen in der Institution gleichen Namens, der »Die Blühende« bedeutet, die höchste Instanz in Glaubensfragen. Die Moschee wurde 971 erbaut und bald darauf zur Universität erklärt. Allein wegen ihres wunderschönen Innenhofs sollte sie unbedingt besucht werden! Midan Al-Hussein, www.alazhar.org Die älteste Moschee des islamischen Kairo Die schmuckvolle fatimidische Moschee von 971 in Kairo ist zusammen mit der Universität eines der wichtigsten religiösen Zentren der islamischen Welt

Moschee Al-Ghuri

Sie ist ein wahres Schmuckstück mamlukischer Baukunst aus dem 16. Jh. Einen vergoldeten Wandfries, der ein Jahrhundert lang unter Holz verborgen war, entdeckten Bauarbeiter bei der letzten Sanierung. Sharia Al-Mu'izz Li-Din Allah Ecke Sharia Al-Azhar

Moschee Ibn Tulun

Fachleute halten sie für eine der schönsten Moscheen der Welt. Zwischen 876 und 879 errichtet, wurde ihre harmonische, klare Gestalt seitdem kaum durch Umbauten verändert. Das Gayer-Anderson-Museum, tgl. 8-16.30 Uhr, Eintritt 16 £E, am Eingang zeigt historische Wohnkultur in zwei mamlukischen Adelshäusern. Midan Ahmed Ibn Tulun, Sayyida Zeinab. Ein Meisterwerk früher islamischer Architektur. Großartiges architektonisches Meisterwerk islamischer Baukunst in Kairo

Moschee Sultan Hassan

Der festungsähnliche Bau, 1372 errichtet, besaß viele Jahrhunderte lang das höchste Minarett der Stadt. Innen beeindrucken die erhabene Stille, die durch die ausgewogene Anordnung der Säle noch unterstrichen wird, und vor allem die prächtigen Bronzeportale, hinter denen sich des Sultans Mausoleum befindet. Midan Al-Qal'a

Pyramiden von Giza

Das letzte noch erhaltene Weltwunder der Antike befindet sich entgegen der Erwartung vieler Besucher nicht einsam in der Wüste, sondern am Stadtrand vom Großraum Kairo/Giza. »40 Jahrhunderte blicken auf euch herab«, soll Napoleon hier angeblich seinen Soldaten ergriffen zugerufen haben, und auch heute noch üben die drei Monumente eine magische Wirkung auf Besucher aus aller Welt aus. Die größte ist die Pyramide von Khufu, besser bekannt unter dem Namen Cheops, mit ursprünglich 146,72 m, heute gut 137 m Höhe und einer Seitenlänge von 230 m. Wichen die Neigungswinkel der Kanten nur um zwei Grad voneinander ab, hätte das ein Auseinanderklaffen um 15 m an der Spitze bewirkt. 2,5 t wiegt ein Steinquader im Schnitt, etwa 2,3 Mio. Blöcke wurden verbaut. Schätzt man die Bauzeit großzügig auf 30 Jahre, hieße das, dass über den gesamten Zeitraum hinweg alle sieben Minuten ein Block herangeschafft, hochtransportiert und eingefügt werden musste - eine unglaubliche logistische Leistung.
Pyramiden waren der Ort, an dem der gottgleiche Herrscher nach dem Tod weiter seines Amtes waltete, die Residenz des verstorbenen Pharaos, genau auf der Grenze zwischen dem Reich der Lebenden und der Toten, zwischen fruchtbarem Land und Wüste. Auf dem Plateau von Giza stehen die Pyramiden von Cheops, Chephren und Mykerinus, erbaut während der 4. Dynastie, vor über 4500 Jahren. Ihre für Laien nur wenig interessanten Grabkammern können besichtigt werden, in die Cheopspyramide werden allerdings täglich nur 150 Besucher vormittags und 150 am Nachmittag (ab 13 Uhr) eingelassen. Unterhalb bewacht der 20 m hohe Sphinx das Reich der Toten. Die berühmte Statue mit dem Löwenkörper und dem Menschenkopf heißt auf Arabisch Abu Al-Hul, Vater des Schreckens. In einem Museum östlich der Cheopspyramide wird die vollständig erhaltene Sonnenbarke ausgestellt, zusammengesetzt aus über 1000 Einzelteilen, die 1954 neben der Pyramide gefunden wurden.
Es ist streng verboten, die Pyramiden zu besteigen. Eine Anhöhe südwestlich des Geländes ermöglicht aber besonders in den Morgen- und Abendstunden einen wunderschönen Ausblick auf alle drei Baudenkmäler und das Niltal. Pferde- und Kamelführer bieten Ausritte dorthin an. Mit Souvenirhändlern, Bakschischjägern und Softdrinkverkäufern lauern sie Touristen schon am Eingang auf. Wenn Sie nichts kaufen wollen, lehnen Sie freundlich, aber mit Nachdruck ab. Tgl. 8-17, Winter bis 16 Uhr, Eintritt 20 £E zuzüglich Cheopspyramide 40 £E, alle anderen Pyramiden 20 £E, Sonnenbarke 20 £E, Anfahrt mit dem Taxi aus der Innenstadt für höchstens 20 £E, von der Metrostation Al-Giza 10 £E. Das letzte noch existierende Weltwunder der Antike. Die drei bekanntesten Monumente Ägyptens in Kairo sollte sich keiner entgehen lassen

Zitadelle

Salah Al-Din, auch bekannt als Saladin, der die Kreuzritter besiegte, errichtete die Festung vor über 800 Jahren. Ihre heutige Gestalt erhielt sie vor anderthalb Jahrhunderten. Weithin sichtbar thront die osmanische Mohammed-Ali-Moschee (Alabaster-Moschee) über der Stadt, neben ihr die kleinere An-Nasir-Moschee. Zwischen Midan Al-Qal'a und Sharia Salah Salem, www.emuseum.gov.eg/citadel, tgl. 8-16 Uhr, Eintritt 20 £E

                                                               Assuan

Elephantine Island

Im Süden der Insel sind die Reste der 5000 Jahre alten Siedlung Yebu und antike Tempelruinen zu sehen. Die Villa von Sir William Willcocks, dem Planer des ersten Assuan-Staudamms, beherbergt das kleine Assuan Museum, tgl. 8.30-17 Uhr, Eintritt 10 £E, unweit des Nilometers. Fähre (0,50 £E pro Person) ab Egypt-Air-Büro am Ostufer
Reste der 5000 Jahre alten Siedlung Yebu sowie antike Tempelruinen

Kitchener Island

Benannt nach dem Befehlshaber der britischen Kolonialtruppen in Ägypten Ende des 19. Jhs., beherbergt das Inselchen heute einen prachtvollen botanischen Garten, der in seinem Kern von Lord Kitchener persönlich angelegt wurde. Ideales Ausflugsziel! Eintritt 5 £E

Philae

Die Insel wird vom Isis-Tempel beherrscht, der sich ursprünglich auf einer Insel befand, die in den Fluten eines Assuan-Staudamm-Zwischenbeckens unterging. 1979 wurde der Tempel zersägt und im Rahmen einer internationalen Rettungsaktion originalgetreu auf der Agilkia-Insel aufgebaut. Die ältesten erhaltenen Gebäude wurden vor über 2300 Jahren von Nektanebos angelegt, von dessen Pavillon ein Säulengang zum ptolemäischen Isis-Tempel führt. Die Römer bauten das Hadrianstor und den Trajanskiosk. Eine wirklich empfehlenswerte Sound&Light-Show findet abends statt, an bestimmten Tagen auch in Deutsch (Eintritt 33 £E). Zum Übersetzen auf die Insel müssen Sie eines der bereitliegenden Boote mieten, 20 £E für 8 Personen. Tgl. 7-18 Uhr, Eintritt 20 £E
Tempelinsel mit Isis-Heiligtum, Hadriansbogen und dem Trajanskiosk in römischem Stil

Staudämme

Der erste Staudamm von Assuan war zur Zeit seiner Fertigstellung 1902 die größte Talsperre der Welt. Im Gegensatz zum Hochdamm, auf Arabisch Sadd Al-'Ali, ließ er den fruchtbaren Schlamm passieren und staute nur die Flut des Weißen Nils. Der Hochdamm jedoch, 1971 eingeweiht, greift erheblich in das empfindliche Ökosystem des Niltals ein. Einerseits liefert er Strom und ermöglicht mehrere Ernten jährlich durch das Ausbleiben des Hochwassers. Andererseits werden die Ackerböden nicht mehr ausgewaschen, versalzen und müssen künstlich gedüngt werden, von den Klimaschwankungen und geotektonischen Veränderungen, die der riesige Stausee verursacht, ganz zu schweigen. Der Damm ist 111 m hoch, 3,6 km lang und am Fundament 1 km breit.

Unvollendeter Obelisk

In einem alten Steinbruch unweit des Old-Cataract Hotels liegt ein riesiger Obelisk, der vor 3400 Jahren aus dem Granit gehauen wurde und 42 m lang ist. Auf Grund eines Risses im Stein stellte man die Arbeiten ein. Eintritt 10 £E

                                                               Luxor

Beamten- oder Privatgräber

Gegenüber dem Ramesseum befindet sich ein Gräberfeld, das durch lebendige und farbintensive Alltagsdarstellungen beeindruckt, darunter Fest- und Ernteszenen, Opfer- und Begräbniszüge. Die Gräber gehören den Beamten, den Noblen des Reichs. Fragen Sie nach den »Tombs of the Nobles«. Besonders sehenswert ist das Grab des Ramose, Großwesir unter Amenophis IV. (Nr. 55), sowie das Grab des Menna, eines Ackervorstehers aus der 18. Dynastie (Nr. 69). Die Handwerker, die diese Beamtengrabstellen wie auch die der Pharaonen schufen, verewigten sich mit eigenen Gräbern, 800 m westlich des Ramesseum. Drei von ihnen sind geöffnet.

Karnak-Tempel

3 km nördlich des Luxor-Tempels, ebenfalls in Nähe des Nilufers, erstreckt sich auf einem Gebiet von 250 000 m² eine ebenso eindrucksvolle wie unübersichtliche Tempelanlage. Dutzende von Herrschern bauten über 13 Jahrhunderte lang an ihr und veränderten sie ständig. Bis heute ist es den Archäologen nicht gelungen, alle ihre Rätsel komplett zu entschlüsseln. Hinter dem Eingang befindet sich der Amun-Tempel. Westlich davon steht das Heiligtum des Khonsu sowie als drittes Zentrum der Anlage der Festtempel Thutmosis' III. Hinzu kommen weitere An- und Umbauten, Hallen und Höfe, Schreine und Alleen. Am Vormittag strömen Heerscharen von Touristen in die Anlage. Am besten ist es, Sie besuchen den Tempel in der Mittagshitze, wenn die Tourbusse wieder verschwunden sind, oder sogar am frühen Abend. Nach Einbruch der Dunkelheit finden kitschige Multimediaspektakel in täglich wechselnden Sprachen statt, die so genannten Sound&Light-Shows. Berühmt ist vor allem der riesige Säulenwald zu beiden Seiten des Mittelganges, erbaut von Ramses I. und seinem Sohn Sethos I., vollendet von Ramses II. Die 134 kolossalen Säulen haben einen Umfang von etwa 10 m und ragen zwischen 13 und 24 m auf. Der Heilige See südlich des Amun-Tempels diente den Priestern vorwiegend für rituelle Bootsfahrten und Waschungen. An seinem Ufer liegt ein großer Granitskarabäus, den Amenophis III. dem Sonnengott Atum-Chepre geweiht hatte. Tgl. 6-18.30, im Winter bis 17.30 Uhr, Eintritt 20 £E Der Säulenwald dieser pharaonischen Tempelanlage ist weltberühmt.  Ruinen eines überwältigenden Heiligtums mit einem steinernen Wald aus 134 kolossalen Säulen in Luxor

Luxor-Tempel

Die Tempelanlage dominiert das Stadtzentrum des heutigen Luxor. Von hier aus sind es bis zum Nil, zum Bahnhof, zum Souq oder zum nächsten McDonald's nur wenige Schritte. Der Bau des Tempels wurde 1400 v. Chr. begonnen und ist den Gottheiten Amun und Mut sowie ihrem Sohn Konsu geweiht. Den Eingang der Anlage, die im alten Ägypten auch Südlicher Harem des Amun hieß, säumen zwei große Sitzstatuen Ramses' II. Der Obelisk vor der linken Statue wurde ursprünglich durch einen zweiten, kleineren vor der rechten ergänzt, doch Muhammed Ali verschenkte sie an Frankreich, wo sie seit 1836 die Place de la Concorde in Paris schmückt. Der Säulengang im Innern ist etwa 16 m hoch und hinterlässt einen gewaltigen Eindruck. Seine Wände sind mit Reliefs verziert, die das Opet-Fest darstellen, eine Tradition, die offensichtlich heute noch im Moulid des heiligen Abu Al-Haggag Al-Uqsuri fortlebt, wenn Luxors Christen und Muslime am 14. Shabaan (am 14. des islamischen Monats Shabaan) eine geschmückte Barke durch die Straßen tragen. Die Moschee des Sheikhs befindet sich auf dem Gelände des Tempels. An seinem Nordende sehen Sie den Anfang einer 3 km langen Sphingenallee, die einst bis zum Karnak-Tempel führte. Abends wird die gesamte Anlage angestrahlt. Tgl. 6-22, im Winter bis 21 Uhr, Eintritt 20 £E.  Am Abend wirkt das Heiligtum besonders geheimnisvoll. Mitten im Stadtzentrum von Luxor: Riesenstatuen, die berühmte Sphingenallee und ein Obelisk

Medinet Habu

Der Totentempel Ramses' III. diente gleichzeitig auch als Harem sowie als Wohn- und Verwaltungskomplex. Im festungsähnlichen Eingangstor, dem Hohen Tor, befanden sich Gemächer, in denen der Herrscher sich mit seinen Haremsdamen vergnügte. Davon zeugen die Reliefs der Tortürme, die Ramses an ihren Vorderseiten im Krieg zeigen, u. a. dabei, wie er libysche und nubische Feinde erschlägt.

Memnonskolosse

Sie bewachten einst den Totentempel Amenophis' III., an dessen Eingang sie stehen und von dem heute so gut wie nichts mehr zu sehen ist. Römer hielten die 19 m hohen Statuen für Abbilder des Memnon, der im Trojanischen Krieg von Achilles getötet wurde.

Ramesseum

Die imposante Ruine 400 m nördlich der Kolosse von Memnon ist nur zur Hälfte erhalten. Im ersten Hof sind die Überreste einer riesigen Statue Ramses' II. zu sehen, deren Höhe einst knapp 18 m betragen hat.

Tal der Könige

Das Gräberfeld hinter dem Bergmassiv, dessen Gänge sich symbolisch tief ins Reich der Toten winden, ist für viele der Höhepunkt ihres Ausfluges nach West-Theben, andere sind enttäuscht. Die wirkliche Würde des Orts, in seiner weltfernen Abgeschiedenheit, erschließt sich allerdings nur, wenn der vormittägliche Touristenrummel vorbei ist und die Reisebusse wieder abgefahren sind. Die Wandmalereien der Gräber leiden unter den Ausdünstungen der Besucher, fast alle Grabbeigaben wurden über die Jahrhunderte geraubt. Sehenswert sind das Grab Ramses IV.' (Nr. 2), dessen hinterer Bereich mit Szenen aus dem Pfortenbuch geschmückt ist, das der Königin Tauseret und des Pharaos Sethnacht mit dem prunkvollen Granitsarkophag (Nr. 14) sowie das Grab Sethos' I. (Nr. 17), für viele die schönste aller zugänglichen Grabstellen. Zu den insgesamt 64 Königs- und Prinzengräbern gehört auch das von Tut-ench-Amun, dessen prachtvolle Beigaben im Nationalmuseum am Midan Al-Tahrir in Kairo bewundert werden können. Eintritt: 3 Gräber 20 £E, Tut-ench-Amun-Grab 40 £E. Das berühmteste der thebanischen Gräberfelder in Luxor. Ägyptens berühmteste Grabstätte: der Pharaonenfriedhof von Luxor

Tal der Königinnen

1255 v. Chr. ließ Ramses II. hier seine Gemahlin Nefertari beisetzen. Das prächtige Grab ist seit einigen Jahren Besuchern zugänglich - allerdings werden nur 150 pro Tag eingelassen. Neben diesem beherbergt das Tal etwa 80 weitere Gräber. Sehenswert ist auch das des Prinzen Amenherchopschef, eines Sohns Ramses' III. Eintritt 20 £E, Grab der Nefertari 100 £E

Tempel der Hatschepsut

Elegant schmiegt sich die dreistöckige Terrassenanlage an den Berghang. Die Ebenen sind durch flache Rampen miteinander verbunden. Viele der farbigen Reliefs sind gut erhalten und zeigen Stationen aus dem Leben der Königin, u. a. ihre Geburt (mittlerer Hof rechts) und die Expedition, die sie 1470 v. Chr. nach Punt im Somaliland schickte (mittlerer Hof links). Vor dem Haupteingang zweigt rechts ein schmaler Weg ab, der über das Bergmassiv nach etwa 50 Minuten zum Tal der Könige führt. Grandiose Aussicht besonders zum Sonnenaufgang. Eintritt 12 £E
Die terrassenförmige Anlage der Pharaonenkönigin liegt malerisch vor leuchtend gelben Felshängen
Malerisch fügt sich die berühmte Tempelanlage der Pharaonenkönigin in Luxor in die Berglandschaft ein

Theben (West)

Weitläufige Nekropole am Westufer des Nils, in der fast alle Könige des Neuen Reichs, aber auch Beamte und Handwerker begraben sind. Hier glaubten die Pharaonen, nach dem Tod auf ihrer Reise in die Ewigkeit sicher zu sein vor Grabräubern und vor dem profanen Trubel des weltlichen Alltags - beides ein Trugschluss! Die Gräber waren bald schon ausgeraubt, und heute schieben sich jährlich Hunderttausende lärmender Touristen durch die Täler. 1922 geriet das Tal der Könige in die Schlagzeilen, als Howard Carter das prächtige, bis dahin unberührte Grab des Tut-ench-Amun entdeckte. Eintrittskarten am zentralen Tickethäuschen hinter den Kolossen von Memnon, tgl. 6.30 bis 18.30, im Winter bis 17.30 Uhr